Rohbau & Innenausbau

Was ist ein Rollladenkasten?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Ein Rollladenkasten ist das Gehäuse über dem Fenster, in dem die aufgerollte Rollladenbehang untergebracht ist. Er ist eine bekannte Schwachstelle für Wärmebrücken und muss gut gedämmt werden.

Einfache Erklärung

Rollladenkästen gibt es in drei Grundtypen: Vorbaurollladenkasten (außen auf dem Fensterrahmen montiert, thermisch getrennt), Aufsatzrollladenkasten (auf dem Fensterrahmen, in die Laibung integriert) und Einbaurollladenkasten (in die Wand integriert). Der Vorbaurollladenkasten ist die energetisch beste Lösung, da er keine Öffnung in der Gebäudehülle erfordert. Einbaurollladenkästen sind die größte Schwachstelle: Sie durchbrechen die Dämmebene und verursachen erhebliche Wärmebrücken und Luftundichtheiten.

Beispiel aus der Praxis

Bei einem Neubau nach KfW-55-Standard werden Vorbaurollladenkästen aus PU-gedämmtem Aluminium gewählt. Sie werden außen auf dem Fensterblendrahmen montiert und sind thermisch komplett von der Gebäudehülle getrennt. Der Rollladenpanzer ist aus Aluminium mit PU-Ausschäumung für zusätzliche Dämmung.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Einbaurollladenkästen nicht oder schlecht gedämmt. Revisionsdeckel innen nicht luftdicht. Gurtdurchführung als Luftundichtheit. Rollladenkästen erst nach der Fenstermontage als Nachtrag gewünscht – teure Umplanung.

Kosten

Vorbaurollladenkasten: 250–500 € pro Fenster inkl. Montage. Aufsatzrollladenkasten: 200–400 €. Einbaurollladenkasten: 150–300 € (günstigster, aber energetisch schlechtester Typ).

Häufige Fragen

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