Technik & Energie

Was ist eine Rückstauklappe?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Eine Rückstauklappe ist ein Ventil in der Abwasserleitung, das bei Rückstau aus der Kanalisation automatisch schließt und so verhindert, dass Abwasser ins Haus zurückdrückt.

Einfache Erklärung

Bei Starkregen oder Kanalüberlastung kann das Wasser in der Kanalisation über die Rückstauebene ansteigen und über tief liegende Ablaufstellen (Bodenablauf, Kellertoilette) ins Haus drücken. Eine Rückstauklappe schließt automatisch und verhindert dies. Sie wird in die Grundleitung oder direkt am Bodenablauf eingebaut. Wichtig: Die Rückstauklappe muss regelmäßig gewartet werden (halbjährlich), da Verschmutzung die Funktion beeinträchtigen kann. Für Abwasser aus Räumen unter Rückstauebene ist zusätzlich eine Hebeanlage nötig.

Beispiel aus der Praxis

Im Neubau der Familie Engel wird eine Rückstauklappe in die Grundleitung vor dem Revisionsschacht eingebaut. Zusätzlich erhält der Bodenablauf im Keller eine eigene Rückstausicherung. Bei einem Starkregen schließen die Klappen automatisch – kein Abwasser dringt ein.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Keine Rückstauklappe eingebaut – bei Starkregen drückt Kanalwasser in den Keller. Rückstauklappe nie gewartet – Verschmutzung verhindert das Schließen. Rückstauklappe bei Räumen unter Rückstauebene als alleinige Lösung – hier ist eine Hebeanlage Pflicht.

Kosten

Rückstauklappen kosten 100–500 € (Material). Einbau in bestehende Leitung: 200–600 €. Im Neubau günstiger (50–200 € Einbau). Wartung halbjährlich: 50–100 € pro Termin bei Fachbetrieb.

Häufige Fragen

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