Was ist eine Regenwasserleitung?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Regenwasserleitung führt das auf Dachflächen und versiegelten Flächen anfallende Niederschlagswasser zur Kanalisation, Versickerungsanlage oder Regenwasserzisterne.
Einfache Erklärung
Regenwasser wird über Dachrinnen und Fallrohre gesammelt und über erdverlegte KG-Rohre abgeleitet. In vielen Gemeinden ist die Versickerung auf dem eigenen Grundstück (Rigole, Mulde, Sickerschacht) Pflicht oder wird durch reduzierte Abwassergebühren belohnt. Eine Regenwasserzisterne (2.000–6.000 Liter) kann Regenwasser für Gartenbewässerung und Toilettenspülung speichern. Die Dimensionierung richtet sich nach der versiegelten Fläche und den örtlichen Starkregenereignissen.
Beispiel aus der Praxis
Das Regenwasser vom 120-m²-Dach der Familie Krüger wird über 4 Fallrohre in eine 4.000-Liter-Zisterne geleitet. Das gespeicherte Wasser wird für Gartenbewässerung und Toilettenspülung verwendet. Der Überlauf führt in eine Rigole zur Versickerung. Die Abwassergebühren sinken dadurch um ca. 200 €/Jahr.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Regenwasserleitung an Schmutzwasserleitung angeschlossen obwohl Trennkanalisation – Verstoß gegen Entwässerungssatzung. Versickerungsanlage auf Lehmboden – Wasser versickert nicht. Kein Überlauf an der Zisterne – Rückstau bei Starkregen.
Kosten
Regenwasserleitungen und Grundstücksentwässerung: 2.000–5.000 €. Versickerungsanlage (Rigole): 1.000–3.000 €. Regenwasserzisterne: 1.500–4.000 € inklusive Einbau und Pumpe.
Häufige Fragen
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