Was ist eine Stringanlage bei Photovoltaik?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Bei einer Stringanlage werden mehrere PV-Module in Reihe (als String) geschaltet und an einen gemeinsamen Stringwechselrichter angeschlossen.
Einfache Erklärung
In einem String addieren sich die Spannungen der einzelnen Module, während der Strom gleich bleibt. Typisch sind Strings mit 8–15 Modulen. Der Stringwechselrichter hat einen oder mehrere MPP-Tracker, die die optimale Betriebsspannung jedes Strings regeln. Nachteil: Bei Teilverschattung eines Moduls im String sinkt die Leistung des gesamten Strings. Für Dächer mit Verschattung sind Leistungsoptimierer oder Mikrowechselrichter besser geeignet.
Beispiel aus der Praxis
Die 30 PV-Module auf dem Süddach der Familie König werden in 2 Strings à 15 Module aufgeteilt. Der Stringwechselrichter hat 2 MPP-Tracker, die jeden String unabhängig optimieren. Da das Dach verschattungsfrei ist, ist die Stringanlage die effizienteste und günstigste Lösung.
Typische Fehler
Häufige Fehler: Module mit unterschiedlicher Ausrichtung (Ost/West) in einen String geschaltet. Teilweise verschattete Module im String – Leistungsverlust bis 30 %. String zu lang oder zu kurz für den Spannungsbereich des Wechselrichters.
Häufige Fragen
Bau-Lex Wochenbrief
Wissen, was beim Bauen zählt
Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.
Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.