Photovoltaik vs. Solarthermie
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Photovoltaik erzeugt Strom aus Sonnenlicht, Solarthermie erzeugt Wärme. Beide nutzen die Dachfläche, aber Photovoltaik hat sich als flexiblere und wirtschaftlichere Lösung durchgesetzt – besonders in Kombination mit einer Wärmepumpe.
Vergleichstabelle
| Kriterium | Photovoltaik | Solarthermie |
|---|---|---|
| Anschaffung (EFH) | 10.000–18.000 € (10 kWp) | 4.000–8.000 € (6 m²) |
| Jährliche Ersparnis | 800–1.500 € | 300–500 € |
| Amortisation | 8–12 Jahre | 12–18 Jahre |
| Lebensdauer | 25–30 Jahre | 20–25 Jahre |
| Dachfläche nötig | 25–40 m² | 4–8 m² |
| Flexibilität | Sehr hoch (Strom) | Gering (nur Wärme) |
| Kombination mit WP | Ideal | Nicht sinnvoll |
| Einspeisung | Ja (8,1 Ct/kWh) | Nein |
Photovoltaik
Vorteile
- Vielseitig nutzbar: Strom für Haushalt, Wärmepumpe, E-Auto
- Überschuss wird ins Netz eingespeist (Einspeisevergütung)
- Bessere Wirtschaftlichkeit (Amortisation 8–12 Jahre)
- Leicht erweiterbar und mit Batteriespeicher kombinierbar
- Strom ist flexibel einsetzbar
- Steigende Strompreise erhöhen den Eigenverbrauchsvorteil
Nachteile
- Höhere Anschaffungskosten für große Anlagen
- Speicher nötig für hohe Eigenverbrauchsquote
- Stromerzeugung nur tagsüber
- Ertrag wetterabhängig
Solarthermie
Vorteile
- Hoher Wirkungsgrad pro m² Kollektorfläche
- Direkte Warmwasserbereitung ohne Umwandlung
- Geringere Anschaffungskosten für kleine Anlagen
- Einfache Technik mit langer Lebensdauer
Nachteile
- Energie nur als Wärme nutzbar
- Im Sommer Wärmeüberschuss, im Winter Defizit
- Keine Einspeisung möglich – Überschuss geht verloren
- Nicht sinnvoll kombinierbar mit Wärmepumpe (Konkurrenzsituation)
- Geringere Wirtschaftlichkeit als PV
- Marktanteil rückläufig
Fazit
Photovoltaik ist für die meisten Neubauten die bessere Wahl: flexibler, wirtschaftlicher und ideal kombinierbar mit Wärmepumpe und E-Auto. Solarthermie kann in Einzelfällen sinnvoll sein, etwa bei begrenzter Dachfläche und reinem Warmwasserbedarf ohne Wärmepumpe.