Porenbeton vs. Kalksandstein
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Porenbeton und Kalksandstein sind die meistverwendeten Mauersteine im Wohnungsbau. Sie unterscheiden sich grundlegend: Porenbeton punktet bei Wärmedämmung, Kalksandstein bei Schallschutz und Tragfähigkeit.
Vergleichstabelle
| Kriterium | Porenbeton | Kalksandstein |
|---|---|---|
| Wärmedämmung (λ) | 0,08–0,12 W/mK | 0,5–1,0 W/mK |
| Schallschutz | Mittel (Rw 40–48 dB) | Sehr gut (Rw 50–60 dB) |
| Rohdichte | 300–800 kg/m³ | 1.200–2.200 kg/m³ |
| Druckfestigkeit | 2–8 N/mm² | 12–28 N/mm² |
| Wandstärke (GEG) | 36,5–42,5 cm (monolithisch) | 17,5 cm + 14–20 cm WDVS |
| Preis Mauerwerk/m² | 80–120 € | 50–80 € (+ WDVS 60–100 €) |
| Verarbeitung | Einfach (leicht) | Aufwändiger (schwer) |
| Brandschutz | A1 (nicht brennbar) | A1 (nicht brennbar) |
Porenbeton
Vorteile
- Hervorragende Wärmedämmung (λ = 0,08–0,12 W/mK)
- Leichtes Gewicht – einfache Verarbeitung
- Kann ohne zusätzliche Dämmung GEG-Anforderungen erfüllen
- Gute Verarbeitbarkeit (sägen, fräsen, bohren)
- Feuchtigkeitsregulierend für gutes Raumklima
- Große Steinformate – schnelles Mauern
Nachteile
- Geringere Tragfähigkeit – dickere Wände nötig
- Schlechterer Schallschutz
- Empfindlich gegen Feuchtigkeit
- Geringere Wärmespeicherfähigkeit
- Höherer Preis pro m² als KS
Kalksandstein
Vorteile
- Exzellenter Schallschutz durch hohe Rohdichte
- Hohe Tragfähigkeit – schlankere Wände möglich
- Hohe Wärmespeicherfähigkeit
- Günstiger Materialpreis
- Robustes, langlebiges Material
- Nicht brennbar (Brandschutz A1)
Nachteile
- Schlechte Wärmedämmung (λ = 0,5–1,0 W/mK) – WDVS erforderlich
- Hohes Gewicht – aufwändigere Verarbeitung
- Zusätzliches Wärmedämmverbundsystem nötig
- Höhere Transportkosten durch Gewicht
- Nicht so einfach zu bearbeiten wie Porenbeton
Fazit
Porenbeton eignet sich besonders für Außenwände, wenn auf ein Wärmedämmverbundsystem verzichtet werden soll (monolithische Bauweise). Kalksandstein ist die erste Wahl für Innenwände (Schallschutz) und Außenwände mit WDVS. Viele Bauherren kombinieren beide: KS innen, Porenbeton oder KS+WDVS außen.