Wärmepumpe vs. Gasheizung
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Im Neubau ist die Wärmepumpe seit dem GEG 2024 praktisch Standard, da neue Heizungen mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen müssen. Die Gasheizung kommt nur noch als Hybridlösung in Betracht.
Vergleichstabelle
| Kriterium | Wärmepumpe | Gasheizung |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 15.000–35.000 € | 8.000–12.000 € |
| Jährliche Betriebskosten (150 m²) | 800–1.400 € | 1.500–2.500 € |
| Förderung | Bis 70 % (BEG) | Keine (reine Gas) |
| CO₂-Ausstoß | 0 g/kWh (vor Ort) | 200 g/kWh |
| Lebensdauer | 15–20 Jahre | 15–20 Jahre |
| GEG 2024 konform | Ja | Nur als Hybrid |
| Wartungskosten/Jahr | 150–300 € | 200–400 € |
| Kühlfunktion | Ja (passiv/aktiv) | Nein |
Wärmepumpe
Vorteile
- Erfüllt GEG 2024 (65 % erneuerbare Energien)
- Niedrige Betriebskosten (3–5 Ct/kWh Wärme)
- Staatliche Förderung bis 70 % möglich
- Kein CO₂-Ausstoß vor Ort
- Kann im Sommer auch kühlen
- Kein Gasanschluss und kein Schornstein nötig
- Kombination mit Photovoltaik besonders wirtschaftlich
Nachteile
- Höhere Anschaffungskosten (15.000–35.000 €)
- Außengerät kann Geräusche verursachen
- Effizienz sinkt bei sehr niedrigen Außentemperaturen (Luft-Wasser)
- Großflächige Heizung (Fußbodenheizung) empfohlen
- Strompreis beeinflusst Betriebskosten
Gasheizung
Vorteile
- Niedrige Anschaffungskosten (8.000–12.000 €)
- Bewährte, ausgereifte Technologie
- Funktioniert mit allen Heizkörpertypen
- Kompakte Aufstellung im Keller
- Hohe Vorlauftemperaturen möglich
Nachteile
- Erfüllt GEG 2024 nicht mehr allein (nur als Hybrid)
- Steigende Gaspreise und CO₂-Abgabe
- Fossiler Brennstoff – nicht zukunftssicher
- Gasanschluss und Schornstein erforderlich
- Keine staatliche Förderung mehr für reine Gasheizung
- CO₂-Steuer verteuert Betrieb jährlich
Fazit
Im Neubau führt seit 2024 praktisch kein Weg an der Wärmepumpe vorbei. Trotz höherer Anschaffungskosten ist sie durch niedrige Betriebskosten, Förderung und Zukunftssicherheit die wirtschaftlichere Lösung. Die Gasheizung kann als Hybrid-Ergänzung sinnvoll sein, ist als alleiniges System im Neubau aber nicht mehr GEG-konform.