Was ist ein Abwasseranschluss?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Der Abwasseranschluss verbindet die Grundstücksentwässerung mit der öffentlichen Kanalisation. Er wird durch den Kanalbetreiber hergestellt und ist Voraussetzung für die Nutzung des Gebäudes.
Einfache Erklärung
Der Abwasseranschluss umfasst die Leitung vom Grundstück bis zum öffentlichen Kanal. Dabei wird zwischen Schmutzwasser (Küche, Bad, WC) und Regenwasser unterschieden. In Trennkanalisationen werden beide getrennt abgeleitet, in Mischkanalisationen zusammen. Der Anschluss wird vom zuständigen Abwasserbetrieb hergestellt – private Arbeiten am öffentlichen Kanal sind nicht erlaubt.
Beispiel aus der Praxis
Beim Neubau in einem Neubaugebiet beantragt Familie Brandt den Abwasseranschluss beim Abwasserzweckverband. Da es sich um ein Trennsystem handelt, werden zwei Anschlüsse hergestellt: einer für Schmutzwasser, einer für Regenwasser. Die Arbeiten dauern 2 Tage.
Typische Fehler
Den Abwasseranschluss zu spät beantragen – die Vorlaufzeiten betragen oft 4–8 Wochen. Auch die fehlende Rückstauklappe ist ein häufiger Fehler, der bei Starkregen zu Überschwemmungen im Keller führen kann.
Kosten
Der Abwasseranschluss kostet 3.000–8.000 Euro je nach Entfernung zum Kanal und örtlichen Gebühren. Hinzu kommen Kanalanschlussgebühren von 2.000–5.000 Euro.
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