Baurecht

Was ist ein Entwässerungsantrag?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Der Entwässerungsantrag ist der Antrag auf Genehmigung der Grundstücksentwässerung. Er regelt, wie Schmutz- und Regenwasser vom Grundstück abgeführt werden.

Einfache Erklärung

Jeder Neubau braucht eine genehmigte Entwässerung. Der Entwässerungsantrag wird bei der zuständigen Kommune oder dem Abwasserzweckverband eingereicht und enthält den Entwässerungsplan, Angaben zur Schmutz- und Regenwasserableitung und ggf. den Versickerungsnachweis. Der Antrag wird oft zusammen mit dem Bauantrag eingereicht, ist aber ein eigenständiges Genehmigungsverfahren.

Beispiel aus der Praxis

Der Architekt von Familie Schulz erstellt den Entwässerungsantrag mit Entwässerungsplan, Leitungsquerschnitten und Gefälleberechnungen. Das Schmutzwasser wird an den Kanal angeschlossen, das Regenwasser über eine Mulde auf dem Grundstück versickert. Die Genehmigung erfolgt innerhalb von 4 Wochen.

Typische Fehler

Den Entwässerungsantrag vergessen oder zu spät einreichen. Ohne genehmigte Entwässerung darf nicht gebaut werden. Auch fehlende Rückstausicherungen führen häufig zur Nachforderung.

Kosten

Die Genehmigungsgebühr beträgt 50–300 Euro. Die Planung durch den Architekten oder Ingenieur kostet 500–1.500 Euro.

Häufige Fragen

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