Planung

Was ist Bauüberwachung?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Die Bauüberwachung (Leistungsphase 8 nach HOAI) ist die Kontrolle der Bauausführung auf Übereinstimmung mit der Planung, den Genehmigungen und den anerkannten Regeln der Technik.

Einfache Erklärung

Der Bauüberwacher (meist der Architekt) kontrolliert regelmäßig die Baustelle, prüft die Arbeiten der Handwerker, dokumentiert den Baufortschritt und koordiniert die Gewerke. Er ist verantwortlich für die Qualitätssicherung und stellt sicher, dass die Planung korrekt umgesetzt wird. Die Bauüberwachung macht ca. 32% des Architektenhonorars aus und ist die umfangreichste Leistungsphase.

Beispiel aus der Praxis

Der Architekt besucht die Baustelle zweimal pro Woche. Er prüft die Bewehrung vor dem Betonieren, kontrolliert die Fenstereinbaudetails und dokumentiert Mängel per Fotodokumentation. Bei der Abdichtung des Kellers ist er persönlich anwesend.

Typische Fehler

Auf die Bauüberwachung verzichten, um Kosten zu sparen. Ohne professionelle Kontrolle werden Ausführungsfehler oft erst nach Jahren sichtbar – und dann richtig teuer.

Kosten

Ca. 32% des Architektenhonorars. Bei Baukosten von 350.000 Euro ca. 14.000–18.000 Euro.

Häufige Fragen

Bau-Lex Wochenbrief

Wissen, was beim Bauen zählt

Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.

Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.