Was macht ein Bodengutachter?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein Bodengutachter (Geotechniker) untersucht den Baugrund auf seine Tragfaehigkeit, Wasserverhaeltnisse und Beschaffenheit und erstellt ein Baugrundgutachten als Grundlage fuer die Fundamentplanung.
Einfache Erklärung
Der Bodengutachter fuehrt Bohrungen und Sondierungen auf dem Grundstueck durch, entnimmt Bodenproben und analysiert diese im Labor. Sein Gutachten gibt Auskunft ueber Bodenart, Tragfaehigkeit, Grundwasserstand, Versickerungsfaehigkeit und moegliche Altlasten. Auf Basis des Gutachtens plant der Tragwerksplaner die Gruendung (Fundament oder Bodenplatte).
Beispiel aus der Praxis
Vor dem Kauf eines Grundstuecks beauftragt Herr Braun einen Bodengutachter. Die Untersuchung ergibt: Ab 1,5 m Tiefe weicher, wenig tragfaehiger Boden und hoher Grundwasserstand. Ein Keller wuerde deutlich teurer als geplant. Er kann den Kaufpreis nachverhandeln.
Typische Fehler
Ohne Bodengutachten bauen und auf boese Ueberraschungen beim Aushub stossen: nicht tragfaehiger Boden, Grundwasser, Altlasten. Die Mehrkosten koennen 20.000-50.000 Euro betragen.
Kosten
Ein Baugrundgutachten fuer ein Einfamilienhaus kostet 1.000-3.000 Euro - eine der besten Investitionen beim Hausbau.
Häufige Fragen
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