Rohbau & Innenausbau

Was ist die Dachneigung?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Die Dachneigung ist der Winkel der Dachfläche gegenüber der Horizontalen, angegeben in Grad. Sie bestimmt die Wahl der Dacheindeckung, den nutzbaren Dachraum und das optische Erscheinungsbild.

Einfache Erklärung

Übliche Dachneigungen: Flachdach 0–5°, flach geneigtes Dach 5–22°, Satteldach 25–45°, Steildach über 45°. Der Bebauungsplan kann die Dachneigung vorschreiben. Je steiler das Dach, desto mehr nutzbaren Wohnraum bietet das Dachgeschoss, desto besser fließt Regenwasser ab, aber desto mehr Dachfläche (und damit Kosten) entstehen. Die Mindestneigung für Dachziegel liegt bei 22°.

Beispiel aus der Praxis

Der Bebauungsplan schreibt eine Dachneigung von 30–40° vor. Der Architekt plant ein Satteldach mit 35° Neigung. Bei 10 m Gebäudebreite ergibt sich eine Firsthöhe von 3,50 m über Traufe. Das Dachgeschoss ist als Wohnraum nutzbar mit 2,50 m Raumhöhe im Mittelbereich.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Dachneigung nicht mit dem Bebauungsplan abgeglichen. Zu flache Neigung für die gewählte Eindeckung. Dachneigung zu gering für sinnvollen Dachgeschoss-Ausbau. Photovoltaik-Ausrichtung nicht berücksichtigt.

Häufige Fragen

Bau-Lex Wochenbrief

Wissen, was beim Bauen zählt

Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.

Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.