Baurecht

Was ist eine Einfriedung?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Eine Einfriedung ist die Begrenzung eines Grundstücks durch Zaun, Mauer, Hecke oder andere Abgrenzungen. Die Vorschriften variieren je nach Bundesland und Bebauungsplan.

Einfache Erklärung

Einfriedungen dienen der Abgrenzung von Grundstücken und dem Sichtschutz. Die Landesbauordnungen und Nachbarschaftsgesetze regeln, ob eine Einfriedungspflicht besteht, welche Höhen erlaubt sind und ob der Nachbar beteiligt werden muss. In vielen Bebauungsplänen sind Art und Höhe der Einfriedung genau festgelegt - z. B. 'nur offene Einfriedungen bis 1,20 m'.

Beispiel aus der Praxis

Herr Richter möchte einen 1,80 m hohen Sichtschutzzaun zur Straße setzen. Der Bebauungsplan erlaubt aber nur 1,20 m hohe, offene Einfriedungen zum öffentlichen Straßenraum. Zum Nachbarn darf er laut Nachbarschaftsgesetz ohne Genehmigung einen Zaun bis 1,80 m setzen.

Typische Fehler

Einfriedung ohne Prüfung des Bebauungsplans errichten. Auch die Grenzabstände für Hecken (oft 50 cm zur Grenze) werden häufig missachtet, was zu Nachbarstreitigkeiten führt.

Häufige Fragen

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