Was ist ein Estrichaufheizprogramm?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Das Estrichaufheizprogramm ist ein normiertes Verfahren zum kontrollierten Aufheizen des Heizestrichs, um Restfeuchte auszutreiben und Rissbildung zu vermeiden.
Einfache Erklärung
Nach dem Einbau des Heizestrichs muss dieser kontrolliert aufgeheizt werden, bevor ein Bodenbelag verlegt werden darf. Das Programm folgt einem festen Schema: langsame Steigerung der Vorlauftemperatur, Haltezeit auf Maximaltemperatur und langsames Absenken. Bei Zementestrich frühestens 21 Tage nach Einbau, bei Anhydritestrich nach 7 Tagen. Der Heizungsbauer dokumentiert das Aufheizprotokoll schriftlich.
Beispiel aus der Praxis
Der Heizungsbauer startet das Aufheizprogramm im Neubau: Tag 1-3 Vorlauftemperatur 25 Grad, Tag 4-7 auf Maximum (ca. 50 Grad), Tag 8-10 langsam auf Raumtemperatur absenken. Nach dem Programm misst der Estrichleger die Restfeuchte – erst dann gibt er den Estrich für die Belagsarbeiten frei.
Typische Fehler
Aufheizprogramm aus Zeitdruck verkürzen oder überspringen. Fenster während des Aufheizens geschlossen halten (Feuchtigkeit muss entweichen). Kein schriftliches Protokoll anfertigen. Zu früh mit der Aufheizung beginnen.
Häufige Fragen
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