Was ist Heizestrich?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Heizestrich ist ein Estrich, in den Fußbodenheizungsrohre eingebettet sind. Er dient gleichzeitig als Wärmeverteilschicht und als Untergrund für den Bodenbelag.
Einfache Erklärung
Beim Heizestrich werden die Heizungsrohre auf einer Dämmschicht verlegt und anschließend mit Estrich übergossen. Der Estrich umschließt die Rohre vollständig und verteilt die Wärme gleichmäßig über die Bodenfläche. Vor der Verlegung des Bodenbelags muss ein normgerechtes Aufheizprotokoll durchgeführt werden, das Restfeuchte reduziert und den Estrich auf Rissfreiheit prüft.
Beispiel aus der Praxis
Im Neubau der Familie Weber wird Fließestrich über die Fußbodenheizungsrohre gepumpt. Nach dem Aushärten startet der Heizungsbauer das Aufheizprogramm: 3 Tage langsam auf 25 Grad, dann 4 Tage auf Maximaltemperatur, dann langsam absenken. Nach der CM-Messung zeigt der Estrich eine Restfeuchte von 0,3 % – belegreif.
Typische Fehler
Aufheizprotokoll überspringen oder abkürzen. Zu hohe Vorlauftemperatur beim ersten Aufheizen. Bodenbelag ohne Feuchtemessung verlegen. Estrichdicke über den Rohren zu gering (Risse).
Kosten
Heizestrich komplett (mit Dämmung, ohne Heizungsrohre): 35-50 Euro/m².
Häufige Fragen
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