Technik & Energie

Was ist die Rücklauftemperatur?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das von den Heizflächen zurück zum Wärmeerzeuger fließt.

Einfache Erklärung

Die Spreizung zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur zeigt, wie viel Wärme die Heizflächen an den Raum abgegeben haben. Eine typische Spreizung bei Fußbodenheizung beträgt 5–7 K (z. B. 32 °C Vorlauf, 26 °C Rücklauf). Bei Heizkörpern sind es 10–15 K. Eine niedrige Rücklauftemperatur ist besonders für Brennwertkessel und Wärmepumpen wichtig, da sie deren Effizienz steigert. Bei Brennwertkesseln ermöglicht eine Rücklauftemperatur unter 55 °C die Nutzung des Brennwerteffekts.

Beispiel aus der Praxis

Der Heizungsbauer misst bei Familie Schneider eine Rücklauftemperatur von 42 °C bei 50 °C Vorlauf am Heizkörperkreis. Die Spreizung von nur 8 K deutet auf überdimensionierte Heizkörper hin – grundsätzlich positiv für die Effizienz der Wärmepumpe.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Rücklauftemperatur wird bei der Planung ignoriert. Zu hohe Rücklauftemperatur durch falsch eingestellte Thermostatventile oder fehlenden hydraulischen Abgleich. Bei Brennwertkesseln wird der Brennwerteffekt durch zu hohe Rücklauftemperatur verschenkt.

Häufige Fragen

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