Grundstück & Vermessung

Was ist der Bodenrichtwert?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert des Bodens pro Quadratmeter, der von den Gutachterausschüssen der Kommunen auf Basis tatsächlicher Kaufpreise ermittelt wird.

Einfache Erklärung

Bodenrichtwerte werden alle zwei Jahre von den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte ermittelt und veröffentlicht. Sie basieren auf einer Auswertung aller Grundstückskaufverträge in einem bestimmten Gebiet. Der Bodenrichtwert ist ein wichtiger Anhaltspunkt für die Bewertung von Grundstücken, ersetzt aber kein individuelles Wertgutachten. Er wird auch zur Berechnung der Grundsteuer herangezogen.

Beispiel aus der Praxis

Frau Lehmann möchte ein Grundstück in Düsseldorf-Kaiserswerth kaufen. Der Bodenrichtwert liegt dort bei 620 Euro/m². Für ihr 500-m²-Grundstück ergibt sich ein Richtwert von 310.000 Euro. Der tatsächliche Kaufpreis von 340.000 Euro liegt leicht über dem Richtwert, was aufgrund der besonders guten Lage innerhalb der Zone nachvollziehbar ist.

Typische Fehler

Den Bodenrichtwert 1:1 als Kaufpreis anzusetzen. Der Richtwert ist ein Durchschnitt und berücksichtigt nicht individuelle Grundstücksmerkmale wie Zuschnitt, Erschließungszustand oder Bebauungsplanvorgaben.

Häufige Fragen

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