Was ist eine Grundstücksteilung?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Grundstücksteilung ist die Aufteilung eines Flurstücks in zwei oder mehr eigenständige Grundstücke durch Vermessung und Eintragung im Grundbuch.
Einfache Erklärung
Bei einer Grundstücksteilung wird ein bestehendes Flurstück durch einen Vermessungsingenieur in mehrere Teile aufgeteilt. Die neuen Grenzen werden vermessen, vermarkt und im Kataster eingetragen. Anschließend erfolgt die Eintragung im Grundbuch. Die Teilung kann aus verschiedenen Gründen erfolgen: Verkauf eines Teils, separate Bebauung oder Erbaufteilung.
Was viele vergessen: Die rechtliche Absicherung des Baubetriebs
Ein Bauantrag regelt das Gebäude – aber eine Gefährdungsbeurteilung (GBU) regelt Ihre persönliche Haftung als Arbeitgeber oder Bauherr gegenüber jedem Menschen auf der Baustelle.
Arbeitsschutz wird oft erst bedacht, wenn es zu spät ist: nach einem Unfall oder wenn die Berufsgenossenschaft unangemeldet vor der Tür steht. Doch ab dem ersten Mitarbeiter oder Helfer sind Sie gesetzlich zur GBU verpflichtet – und das nicht nur "irgendwann", sondern vor Beginn der Arbeiten ( § 5 ArbSchG).
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Beispiel aus der Praxis
Herr Wagner besitzt ein 1.200 m² großes Grundstück mit seinem Wohnhaus. Er möchte die hintere Hälfte als Baugrundstück verkaufen. Ein Vermesser teilt das Grundstück, die neuen Grenzen werden im Kataster eingetragen, und das neue Flurstück erhält ein eigenes Grundbuchblatt.
Typische Fehler
Vor der Teilung unbedingt prüfen, ob beide Teilstücke die Voraussetzungen für eine Bebauung erfüllen (Erschließung, Mindestgröße, Bebauungsplan). Auch bestehende Baulasten können eine Teilung erschweren.
Kosten
Vermessungskosten: 2.000–5.000 Euro. Notarkosten und Grundbuchgebühren: 500–1.500 Euro.
Häufige Fragen
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