Baurecht

Was ist ein Entwässerungsplan?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Der Entwässerungsplan zeigt die gesamte Grundstücksentwässerung: Lage und Verlauf der Abwasserleitungen, Anschlusspunkte, Schächte, Gefälle und die Art der Regenwasserentsorgung.

Einfache Erklärung

Der Entwässerungsplan ist Teil des Entwässerungsantrags und zeigt das Entwässerungskonzept des Grundstücks im Lageplan. Er enthält: Lage aller Schmutzwasser- und Regenwasserleitungen, Rohrdurchmesser und Gefälle, Revisionsschächte, Rückstausicherungen, Versickerungsanlagen und den Anschlusspunkt an den öffentlichen Kanal. Der Plan wird im Maßstab 1:200 oder 1:500 erstellt.

Beispiel aus der Praxis

Im Entwässerungsplan des Neubaus zeigt der Planer: Schmutzwasser aus Küche und Bad wird über DN-100-Leitungen mit 2 % Gefälle zum Revisionsschacht geführt und von dort in den Kanal. Regenwasser von Dach und Zufahrt wird in eine Mulde im Garten geleitet und versickert dort.

Typische Fehler

Fehlende Rückstausicherung: Bei Starkregenereignissen kann Abwasser aus dem Kanal in tiefer liegende Räume drücken. Eine Rückstauklappe ist Pflicht für alle Entwässerungsanschlüsse unter der Rückstauebene.

Häufige Fragen

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