Grundstück & Vermessung

Was ist ein Versickerungsnachweis?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Der Versickerungsnachweis belegt, dass Regenwasser auf einem Grundstück versickern kann. Er ist oft Voraussetzung für die Baugenehmigung und den Entwässerungsantrag.

Einfache Erklärung

Beim Hausbau versiegeln Gebäude und befestigte Flächen den Boden. Das Regenwasser muss abgeleitet werden – entweder in die Kanalisation oder durch Versickerung auf dem Grundstück. Viele Kommunen verlangen eine dezentrale Regenwasserversickerung, um das Kanalnetz zu entlasten. Der Versickerungsnachweis zeigt durch Bodenproben und Sickerversuche, ob und wie Regenwasser versickern kann.

Beispiel aus der Praxis

Im Neubaugebiet verlangt die Gemeinde die Versickerung des Regenwassers auf dem eigenen Grundstück. Der Gutachter führt einen Sickerversuch durch und stellt fest: Der sandige Boden versickert 8 Liter pro Minute und Quadratmeter. Eine Muldenversickerung im Garten ist ausreichend dimensioniert.

Typische Fehler

Versickerung ohne Nachweis planen. Bei undurchlässigem Boden (Lehm, Ton) funktioniert keine Versickerung. Dann muss eine Ableitung in die Kanalisation oder ein Regenrückhaltebecken geplant werden – was deutlich teurer ist.

Kosten

Der Versickerungsnachweis kostet 500–1.500 Euro inklusive Sickerversuch. Er ist oft Teil des Bodengutachtens.

Häufige Fragen

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