Baurecht

Was ist ein Freiflächenplan?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Der Freiflächenplan (auch Freiflächengestaltungsplan) zeigt die Gestaltung der unbebauten Grundstücksflächen: Zufahrten, Wege, Bepflanzung, Stellplätze, Spielflächen und Versickerungsflächen.

Einfache Erklärung

Viele Gemeinden verlangen einen Freiflächenplan als Teil des Bauantrags, besonders wenn der Bebauungsplan Festsetzungen zur Grünflächen-, Baumpflanzungs- oder Stellplatzgestaltung enthält. Der Plan zeigt im Maßstab 1:200 oder 1:500 alle Außenanlagen, Bepflanzungen und befestigten Flächen. Er dient der Prüfung, ob Grünflächenanteile, Stellplatznachweise und Versickerungsflächen eingehalten werden.

Beispiel aus der Praxis

Der Bebauungsplan verlangt, dass mindestens 30 % der Grundstücksfläche begrünt sein müssen. Im Freiflächenplan zeigt der Landschaftsarchitekt: 2 Stellplätze mit Rasengittersteinen, Zufahrt gepflastert, Garten mit Rasen und Obstbäumen, Regenwasser-Versickerungsmulde. Die Grünfläche beträgt 35 % – Anforderung erfüllt.

Typische Fehler

Den Freiflächenplan weglassen, obwohl die Gemeinde ihn verlangt. Auch die versiegelte Fläche wird häufig falsch berechnet, was Probleme mit der Entwässerung und der Grundflächenzahl verursacht.

Häufige Fragen

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