Baurecht

Was ist Bauleitung?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Bauleitung ist die fachliche Überwachung und Koordination der Bauausführung durch eine dafür beauftragte Person oder Firma, meist den Architekten oder einen Bauleiter.

Einfache Erklärung

Die Bauleitung sichert, dass das Bauvorhaben nach den genehmigten Bauvorlagen, den technischen Regeln und dem Bauvertrag ausgeführt wird. Sie umfasst die Koordination der Gewerke, die Überwachung der Bauqualität, die Abnahme von Leistungen, die Mängeldokumentation und die Kommunikation zwischen Bauherr und ausführenden Unternehmen. Bauleitung ist eine eigenständige Leistungsphase nach HOAI und nicht dasselbe wie die Bauvorlageberechtigung oder die Planung. Wer Bauleitung übernimmt, haftet für Fehler bei der Überwachung.

Beispiel aus der Praxis

Ein Architekt wird mit der Bauleitung eines Einfamilienhauses beauftragt. Er koordiniert Erdarbeiter, Maurer, Dachdecker und Elektriker, prüft Rechnungen auf Leistungsumfang und führt die Bauabnahme durch, bevor die Schlussrechnung freigegeben wird.

Typische Fehler

Bauleitung und Bauvorlageberechtigung verwechseln. Auch wird Bauleitung oft unterschätzt – gerade bei Eigenleistung oder mehreren kleinen Handwerkern fehlt dann die zentrale Koordination, was zu Baumängeln und Verzögerungen führt.

Kosten

Die Kosten für Bauleitung richten sich nach HOAI und dem Leistungsumfang. Für ein Einfamilienhaus liegen sie oft bei 3–8 % der anrechenbaren Baukosten. Eine reduzierte Bauleitung für ausgewählte Gewerke ist günstiger.

Häufige Fragen

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