Planung

Was bedeutet Grundstückserschließung?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Definition

Die Grundstückserschließung umfasst alle Maßnahmen, um ein Grundstück baureif zu machen – von der Zufahrt bis zu den Versorgungsanschlüssen.

Einfache Erklärung

Die Grundstückserschließung stellt sicher, dass ein Grundstück an alle notwendigen Infrastrukturen angeschlossen ist: Verkehrsanbindung, Trinkwasser, Abwasser, Strom, Gas und Telekommunikation. Sie ist gesetzliche Voraussetzung für die Erteilung einer Baugenehmigung. Man unterscheidet die öffentliche Erschließung (Straßen, Kanäle bis zur Grundstücksgrenze) und die private Erschließung (Anschlüsse auf dem Grundstück).

Beispiel aus der Praxis

Ein Bauherr erwirbt ein Grundstück am Ortsrand. Die Straße ist vorhanden, aber es gibt noch keine Wasser- und Abwasserleitungen. Die Gemeinde muss erst die Kanalisation erweitern, bevor gebaut werden kann. Die Kosten werden als Erschließungsbeitrag auf den Bauherrn umgelegt.

Typische Fehler

Den Erschließungszustand nicht vor dem Grundstückskauf prüfen. Ein vermeintlich günstiges Grundstück kann durch hohe Erschließungskosten deutlich teurer werden.

Kosten

Je nach Ausgangslage 10.000–40.000 Euro für die vollständige Erschließung.

Häufige Fragen

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